Kicken mit göttlichem Beistand

Der ehemalige FCN-Profi Dieter Frey besuchte das alljährliche Fußballturnier der Christusgemeinde Diespeck am letzten Sonntag in der Aischgrundhalle in Dachsbach und ließ die Hobby-Kicker an seinem bewegten Leben teilhaben.

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Letzte Predigt

13.05.2012
von Alexander Pauli

Unterlassene Hilfeleistung Mk. 6, 45-52

Gemeindebrief

April bis Juni 2012

Alle Veranstaltungen, Hinweise und viele Artikel.

Insgesamt zwölf Mannschaften aus verschiedenen Firmen und Vereinen aus dem Aischgrund und darüber hinaus traten gegeneinander an. Zu den Hobby-Kickern der Firmen Faber Castell, Martin Bauer, Sparkasse Neustadt und Musik Meinl kamen noch Hermanns Fußballfreunde, Grün-Weiß Adelsdorf, die Ortsburschen Gerhardshofen, die Jesus Kicker der Christusgemeinde Diespeck, die Feuerwehr Schornweisach, eine Mannschaft aus Gonnersdorf und die Aramäer hinzu. Der TSV „Hau daneber“ rundete die Aufstellung der Mannschaften ab und machte schon durch seine Namensgebung deutlich, dass es bei diesem Turnier vor allem um Spaß geht und nicht nur darum, zu gewinnen. Die Veranstaltung unter der Leitung von Jürgen König entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Hobbyfußballturniere in der Region.

In einer Spielpause stellte sich Dieter Frey einigen Fragen und erzählte freimütig über die Höhen und Tiefen seines Lebens. Der talentierte Fußballer kickte vier Jahre bei Bayern München und am Ende seiner Karriere drei Jahre beim Club in Nürnberg. 

Durch eine Knieverletzung und nachfolgende Meniskusoperation kam Frey im Jahr 2004 zu der Entscheidung, die verheißungsvolle Karriere auslaufen zu lassen und stattdessen noch einmal die Schulbank zu drücken. Der inzwischen 39jährige studierte Mathematik und Physik in Erlangen und wird dieses Jahr sein Referendariat in Nürnberg abschließen. Es war kein leichter Schritt für ihn, sich nach der langen Profilaufbahn auf ein Studium einzulassen. Das machte er im Interview vor den versammelten Hobby-Kickern in der Aischgrundhalle deutlich. Gerade in den schweren Zeiten der Krankheit habe ihm sein Glaube und seine Familie Kraft gegeben. 

Viele Profifußballer tun sich schwer mit dem Übergang zwischen dem Abschluss der Fußballkarriere und dem Leben danach. Auch für Frey gestaltete sich diese Zeit nicht reibungslos. Als Mittdreißiger zwischen Gymnasialabgängern zu sitzen und das Fünf-Sterne-Hotel mit einfachen Unterrichtsräumen zu tauschen, sei eine Entscheidung gewesen, an der er manchmal auch zweifelte,  so Frey. Aber heute sei er froh und dankbar, diesen Weg gewählt zu haben.

In den Höhen und Tiefen seines Lebens hätten ihm zwei Dinge besonders Kraft und Mut gegeben, resümiert Frey: Menschen – allen voran Freunde und Familie – aber auch sein Glaube an Gott. Diese beiden Pole geben ihm noch heute Halt im Leben.

Motiviert durch die Anregungen eines Profikickers ging das Turnier nach dem Interview in die zweite Phase und endete am Abend mit folgendem Ergebnis:

Platz 1: Die Aramäer (sie gewannen im Enspiel mit 5:0!)

Platz 2: Ortsburschen Gerhardshofen

Platz 3: Jesus-Kicker der Christusgemeinde